Colitis Ulcerosa mit Cannabis behandeln

In Deutschland leiden mehr als 170.000 Menschen an Colitis Ulcerosa. Mediziner stehen jedoch im Bereich der chronisch-entzündliche Darmerkrankungen immer noch vor einem Rätsel. Die Ursachen konnten noch nicht klar erkannt werden und trotzdem steigt der Bedarf an Medikamenten jährlich an.

Die Nebenwirkungen von den Medikamenten steigen ebenfalls an, weshalb sich die Frage stellt, ob es nicht eine natürlichere bzw. bessere Form der Behandlung gibt. Hier kommt Cannabis ins Spiel. Cannabis als Medizin wird nämlich schon seit Jahrtausenden gegen Darmerkrankungen eingesetzt und sollte daher nicht vergessen werden.

Was ist Colitis Ulcerosa?

Für jemanden, der sich noch nicht genauer mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) befasst hat, klingt der Begriff Colitis Ulcerosa vermutlich erstmal sehr fremd. Im Prinzip ist es jedoch relativ einfach, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind Entzündungen, welche im Verdauungstrakt sitzen.

Bei Colitis Ulcerosa ist maßgeblich der untere Abschnitt des Dickdarms betroffen. Der letzte Abschnitt des Dünndarms ist nur selten von der Entzündung betroffen. Die Entzündung im Dickdarm kann sich jedoch unterschiedlich weit verbreiten, teilweise sogar über den gesamten Dickdarm.

Die Ursache der Erkrankungen konnten Forscher bis heute noch nicht herausfinden. Das gilt auch für die geschwächte Darmflora. Es wurde jedoch beobachtet, dass bei einigen Erkrankten die Darmschleimhaut sehr dünn ist, weshalb die Abwehrfunktion gestört ist und Bakterien leichter über die Schleimhaut eindringen können.

Colitis Ulcerosa Symptome

Die Symptome einer Colitis Ulcerosa sind in der Regel Schmerzen nach dem Stuhlgang, sowie mehr Stuhlgänge am selben Tag. In schweren Fällen haben Patienten sogar bis zu 30 Gänge am Tag. Weitere Beschwerden sind Müdigkeit, Schwächegefühl, Kraftlosigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber und Gewichtsverlust.

Viele Patienten spüren durch die Erkrankung auch aufgebläht zu sein und haben gelegentlich Blut und Schleim im Stuhl. Das sorgt für Blutarmut und Eisenmangel.

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Colitis Ulcerosa Diagnose & Verlauf

Die Diagnose einer Colitis Ulcerosa erfolgt meist durch eine Darmspiegelung der Patienten und die Entnahme einer Gewebeprobe. Es ist nicht möglich den Verlauf der Krankheit vorherzusagen, da er sich stark zwischen den Patienten unterscheidet.

Manche haben nur wenige Schübe, wohingegen andere deutlich mehr erleiden oder sogar eine dauerhafte Entzündung des Darmes haben. Je nach Ausbreitung der Entzündung gibt es verschiedene Beschwerden:

  • Die Darmwand ist stark entzündet, weshalb der Darm stark gedehnt wird. Im schlimmsten Fall könnte der Darm brechen, was eine sofortige Operation bedeuten würde.
  • Durch den die Entzündungen können Narben entstehen, welche zu einer Verengung des betroffenen Abschnitts führen kann, worauf starke Schmerzen für den Patienten folgen. Auch hier könnte ein Darmverschluss auftreten, welcher zum Tod führen kann.
  • Ein stark erhöhtes Risiko für die Patienten auch an Darmkrebs zu erkranken, weshalb regelmäßig Darmspiegelungen durchgeführt werden sollten.
  • Weitere Nebenwirkungen sind beispielsweise ein starkes Darmbluten, was eine Bluttransfusion benötigen würde.

Colitis Behandlung & Therapie

Die Therapie ist etwas schwer festzulegen, da Forscher immer noch nicht genau wissen, was die Ursache für eine entzündliche Darmerkrankung ist. Ziel der Behandlung ist daher die Beschwerden zu lindern und Phasen ohne Symptome zu verlängern.

Hier werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die helfen sollen besser mit der Erkrankung zu leben. Meist werden Medikamente wie Aminosalicylate, Kortisonpräparate, Biologika und Immunsuppressiva verschrieben, welche jedoch auch mit Nebenwirkungen einhergehen. Diese sind zum Beispiel:

  • Hautausschlag
  • Gewichtszunahme
  • Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündung
  • Infektanfälligkeit
  • Schwindel
  • Atembeschwerden
  • Kopfschmerzen

Hier muss man also ganz klar sehen, dass es sich um starke Medizin handelt und wenig natürliche Heilung. Darauf reagiert der Körper oft auch dementsprechend. Es sollte sich daher jeder Patient ein genaues Bild über die Arzneimittel und deren Folgen machen.

Cannabis bei Colitits Ulcerosa

Ein Lichtblick bei Colitits Ulcerosa könnte Cannabis bzw. CBD sein. Hier gab es in den letzten Jahren immer mehr klinische Studien, welche die Wirkung von Cannabis und CBD auf die Erkrankung erforscht haben. Forscher konnten belegen, dass Cannabis-Präparate und CBD-Isolate die Symptome reduzieren und das Leben der Menschen mit der Krankheit verbessern konnte.

Dafür verantwortlich ist das sogenannte Endocannabinoid-System. Dieses ist ein komplex an Rezeptoren, welche sich auf den Körper verteilen und Einfluss auf Entzündungen, sowie Darmbewegungen und Stressreaktionen im Gehirn haben.

Im Fall von Colitits Ulcerosa kann die Produktion von Entzündungsbotenstoffen reduziert und der Kreislauf von chronischen Entzündungen unterbrochen werden. Dies geschieht, indem die Aktivität der wichtigsten Immunzellen gehemmt wird.

Darüber hinaus haben Cannabis und reines CBD den Effekt Schmerzen zu lindern, indem Sie chemische Botschaften an das Gehirn senden. Dies ist besonders für Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen eine Hilfe.

Eine der besten Möglichkeiten Cannabis bei einer Colitis zu konsummieren, sind sogenannte Vaporizer wie beispielsweise der Smono 4 Pro (https://www.vaporizer-review.de/smono-4-pro-vaporizer-test/).

Alternativ kann man Cannabis auch oral konsumieren.

Studien über Cannabis bei Colitis und anderen chronischen Darmerkrankungen

An Studien zum Thema Cannabis als Medizin für Patienten mit Colitis Ulcerosa mangelt es nicht. Da die Rezeptoren (CB1 & CB2) vom Endocannabinoid System auch im Verdauungstrakt nachgewiesen werden konnten, können diese auch durch Cannabinoide aktiviert werden.

Indikationen über den CB2 Rezeptor weisen zum Beispiel darauf hin, dass dieser an der Regulierung der Bewegungsfähigkeit des Darmes beteiligt sein könnte. Darüber hinaus auch auf die Modulation von Darmentzündungen und Begrenzung von viszeraler Empfindlichkeit und Schmerzen.

Die Rezeptoren wirken also wie ein Bremssystem und Mechanismus zur Auflösung vieler Symptome. Zwar muss dies noch weiter erforscht werden, jedoch sind erste Ergebnisse vielversprechend.

Italienische Forscher haben hingegen CB1-Rezeptoren genauer untersucht und haben Hinweise gefunden, dass es im Verdauungstrakt hohe Konzentrationen von Endocannabinoiden und Enzymen gibt. Diese sind an der Synthese und den Metabolismus der körpereigenen Cannabinoide beteiligt. Auch konnten CB1-Rezeptoren auf den Nervengeflechten entlang des Verdauungstraktes belegt werden.

Durch die Aktivierung dieser CB1-Rezeptoren kann eine Entspannung des unteren Ösophagusschließmuskels, eine Hemmung der Magenmotilität und der Säuresekretion sowie der Darmmotilität und -sekretion erreicht werden.

Die Forscher führen aus, dass das Endocannabinoid-System als therapeutisches Ziel für die Behandlung von diversen Magen-Darm-Erkrankungen sehr interessant ist und weiter untersucht werden sollte.

Da die Nutzung von medizinischem Cannabis noch vergleichsweise jung ist, braucht es noch etwas Zeit für mehr Studien und fundamentale Ergebnisse. Die aktuellen Ergebnisse sind jedoch schon sehr vielversprechend und besonders Menschen mit Colitits Ulcerosa kann eine Behandlung mit Cannabis oder CBD enorm helfen die Symptome zu lindern.

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