Warum zuviel Grübeln nicht glücklich macht

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Entscheidungen Du täglich fällen musst? Es sind unzählig viele. Sie fangen bei Kleinigkeiten an: was gibt es zum Frühstück, welche Schuhe ziehe ich an, wie lange schlafe ich… Andere Entscheidungen haben eine größere Bedeutung und weitreichendere Konsequenzen: mit wem gehe ich eine Partnerschaft ein, wann bekomme ich ein Kind, als was möchte ich arbeiten. Natürlich hoffen wir bei all diesen Entscheidungen, den Größeren und den Kleinen, dass wir für uns das Richtige tun.

Wie wichtig Entscheidungen sind, zeigt uns das Schmetterlingsprinizip der Chaos-Theorie. Dem Schmetterlingsprinzip zufolge kann der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm auf der anderen Hälfte der Erde auslösen. Nur empfehlen kann ich zu diesem Thema übrigens den brillanten Film „Butterfly Effect“.
Wenn unsere Entscheidungen so weitreichende Folgen haben können, ist es also sinnvoll, jede Entscheidung reiflich zu überlegen, alles abzuwägen und nach Treffen der Entscheidung noch über die Alternativen zu grübeln?

Auf www.alltagsforschung.de wurde der Frage, was Grübeln hinsichtlich einer Entscheidung bewirken kann, einmal genauer nachgegangen.
In einer Studie wurde Studenten die Möglichkeit gegeben, sich eines von sieben Postern auszusuchen. Nach einiger Zeit wurden die Studenten befragt, wie zufrieden sie mit ihrer Wahl waren. Diejenigen der Studenten, die am längsten über ihre Entscheidung gegrübelt hatten, waren am unzufriedensten mit ihrem gewählten Poster. Diejenigen Studenten aber, die sich schneller entscheiden konnten, bereuten ihre Wahl weniger, hängten sich das Poster öfter an die Wand oder schenkten es sogar Freunden. Sie konnten eine bessere Beziehung zu dem von ihnen gewählten Objekt aufbauen, da sie nicht ständig über die Alternativen nachdachten.

Durch ständiges Grübeln über Entscheidungen und schlimmstenfalls das ständige Hadern mit unserer getroffenen Wahl stehen wir oft unserem Glück selbst im Wege.
Also, mach es Dir nicht unnötig schwer. Viele Entscheidungen, die Du getroffen hast, kannst Du sowieso nicht mehr ändern. Was lohnt es, sich später darüber noch den Kopf zu zerbrechen, ob etwas richtig oder falsch ist und sich dabei schlecht zu fühlen? Hilfreich ist es, sich dann das Gelassenheitsgebet wieder in den Sinn zu rufen:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
(vmtl. Reinhold Niebuhr)


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Bild: ©  Rita Thielen / PIXELIO

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