Zahnverfärbungen und Gegenmittel

Jeder träumt sicherlich von den weißen Zähnen, wie die Stars aus Hollywood sie haben, doch ist das überhaupt für den Normalbürger möglich? Wie kann man seine Zähne davor bewahren, dass sie sich mit der Zeit gelb verfärben? Ebenfalls ist es interessant zu erfahren, was zu tun ist, wenn bereits eine Zahnverfärbung stattgefunden hat und es nun darum geht die eigenen Zähne aufhellen zu können. zahnpflege - Zahnverfärbungen und Gegenmittel

Zahnverfärbungen vorbeugen

Um Zahnverfärbungen vorzubeugen, ist eine grundsätzliche Mundhygiene unumgänglich. Von Zahnärzten wird daher empfohlen, sich mindestens zweimal am Tag zwei Minuten lang die Zähne zu putzen. Außerdem sollte man mehrmals in der Woche mit Zahnseide arbeiten, um Zahnverfärbungen durch Ablagerungen in den Hohlräumen zwischen den Zähnen zu verhindern. Wer auf Plaque an den Zähnen verzichten möchte, kann zusätzlich noch eine Mundspülung nehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernährung. Zu viel Zucker in der Nahrung, sorgt für Karies, da die Bakterien auf dem Zahnbelag den Zucker in Säure umwandeln, die die Zähne zersetzt. Auch Kaffee und Schokolade färben besonders die Zähne aufgrund der dunklen Farbpigmente. Diese ganzen Ursachen werden als extrinsische Ursachen bezeichnet, da sie von außen durch Pigmente und Ähnliches verfärbt wurden.

Zahnverfärbungen – Welches Gegenmittel gibt es?

Doch selbst, wenn man all diese Regeln einhält und man sich zweimal am Tag die Zähne putzt, man nicht raucht und weder Kaffee noch Schokolade konsumiert, können sich mit der Zeit Zahnverfärbungen bilden. Das liegt daran, dass mit dem zunehmenden Alter der weiße Zahnschmelz abnimmt und das darunter liegende gelbliche Zahnbein zum Vorschein kommt. Diese Arten von Verfärbungen werden auch als intrinsische Verfärbungen bezeichnet, da sie ohne Einwirkung von außen geschehen. Dazu gehören auch Zahnverfärbungen aufgrund von Traumata, anderen Krankheiten und Medikamenten. Häufig sind gelbe Zähne allerdings die Folge von unzureichendem Putzen. Wenn es so weit ist, lässt sich aus eigener Kraft nur schwer etwas daran machen. Besser geht man zu einem Zahnarzt, der die nötigen Mittel und Geräte hat, um die Zähne wieder zum Strahlen zu bringen. Eine Möglichkeit ist das sogenannte „Bleaching“ oder auch „Bleichen“.

Die zwei unterschiedlichen Bleaching Arten

Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten von „Bleaching“. Die erste Methode ist das „Office Bleaching“. Bei dieser Methode bleicht der Zahnarzt die Zähne direkt in der Praxis, anders als beim „Home Bleaching“. Der Zahnarzt gibt einem in diesem Fall eine Kunststoffschiene mit nach Hause, die das Bleichmittel enthält. Diese muss dann zu Hause getragen werden. Das „Bleaching“ funktioniert allerdings nur bei einer intrinsischen Zahnverfärbung. Wenn man jedoch eine extrinsische Zahnverfärbung hat, hilft nur eine professionelle Zahnreinigung, die Belag und Plaque wieder von den Zähnen entfernt. Diese wird auch von der Krankenkasse übernommen, weshalb sie für jedermann zugänglich sein sollte. Die letzte Möglichkeit ist natürlich auch noch ein komplett künstliches Gebiss, oder auch „dritte Zähne genannt“. Bei diesem Weg werden ihnen entweder in die natürlichen Zähne Zahnimplantate eingesetzt, die dann als Stütze für die künstlichen Zahnkronen dienen, oder die Zahnimplantate werden direkt in den Kiefer eingesetzt. Das Problem bei dieser Methode ist, dass man danach zwar sehr weiße Zähne hat, aber die Kosten für so eine Zahnprothese schnell im fünfstelligen Bereich liegen. Wenn man also nicht aus medizinischen Gründen eine Zahnprothese braucht, zum Beispiel beim Verlust aller Zähne durch einen Unfall, muss man für seine neuen Zähne mehrere zehntausend Euro hinlegen.

Der Haken – regelmäßige Pflege ist ein Muss

Doch bei all diesen Methoden gibt es einen Haken. Sie können zwar die Zähne aufhellen und so weiß machen, wie sie mal waren, aber sie ersetzen die Zahnpflege, sprich regelmäßiges Zähneputzen, nicht. Wer also weiße Zähne haben, oder behalten möchte, sollte auf keinen Fall die Mundhygiene vernachlässigen, denn strahlend weiße Zähne sehen immer gut aus.

Was hilft? Zahnreinigung!

Die Zahnreinigung ist ein wichtiger Bestandteil der Mundhygiene, die regelmäßig durchgeführt werden sollte. Ein besonders wichtiger Teil der Zahnreinigung ist das regelmäßige Putzen der Zähne. Hier beginnt schon im Kindesalter die Erziehung zur Zahnreinigung, indem den Kindern das regelmäßige Zähne putzten anerzogen wird. Das setzt natürlich voraus, dass auch die Erwachsenen hier mit gutem Beispiel vorangehen. Eine weitere wichtige Zahnreinigung ist die professionelle Zahnpflege beim Zahnarzt. Hier werden auch mit technischen Hilfsmitteln die Zähne und die Umgebung gründlich gereinigt und desinfiziert. Zahnstein wird entfernt und die Zähne werden mit einer Schutzschicht überzogen. Einige gesetzliche Krankenversicherungen bezahlen jährlich eine professionelle Zahnreinigung. Sind die Zähne oder das Zahnfleisch bereits geschädigt, sollte diese zusätzliche Zahnpflege öfters (im viertel Jahr einmal) erfolgen. Gute Zahnpflege wird in der Regel auch mit gut erhaltenen Zähnen belohnt.

Zähne reinigen lassen vom Fachmann

Die professionelle Zahnreinigung ist eine Methode, um hartnäckige Verfärbungen und Beläge der Zähne zu beseitigen. Sie ist integraler Bestandteil der Zahnprophylaxe. Zur Zahnprophylaxe gehört das regelmäßige und gründliche Zähneputzen, die Fluoridierung und Fissurenversiegelung der Zähne sowie die professionelle Zahnreinigung. Letztere ist für jeden Patienten unerlässlich, da trotz optimaler Zahnhygiene mit der Zeit Zahnbeläge entstehen, die hauptverantwortlich für Karies und Parodontitis sind. Bei der Zahnreinigung werden die zum Teil mineralisierten Zahnbeläge mit manuellen Instrumenten entfernt. Im darauffolgenden Schritt werden die Zahnoberflächen – das Zahnfleisch muss vorher von Zahnstein und Konkrementen befreit worden sein – mit einem Pulverstrahl gereinigt und mit einer Paste versehen, die nach kurzem Einwirken die Neubildung von Zahnbelägen verhindern soll. Abschließend wird ein spezieller Fluoridlack auf die Zahnoberflächen aufgetragen, der den Zahnschmelz schützen soll. Durch den natürlichen Abrieb beim Essen und Zähneputzen reduziert sich der Zahnschmelz mit steigendem Alter und bedarf daher besonderer Pflege und Zahnreinigung. Die Kosten der Behandlung belaufen sich auf 50 bis 150 Euro. Sie werden in der Regel durch private Krankenversicherungen vollständig übernommen. Die gesetzlichen Kassen tragen die Kosten nur in den wenigsten Fällen. Manche Zahnzusatzversicherungen kommen vollständig für die Behandlungskosten auf. Für gesetzlich Versicherte ist der Abschluss einer Zusatzversicherung daher zu empfehlen.

Warum Plaque regelmäßig entfernt werden muss

Plaque ist der Hauptgrund für Karies und Parodontitis, und sollte deshalb regelmäßig entfernt werden. Wenn die persönliche Zahnhygiene nicht ausreicht, um die Zähne von Plaque zu reinigen, sollte man mehrmals jährlich eine professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt in Anspruch nehmen. Plaque ist der Ausdruck für das Gemisch aus Speiseresten, Speichel und Bakterien, der sich so auf und zwischen den Zähnen fest setzen kann, dass er durch einfaches Zähneputzen nicht mehr wegzubringen ist. Ist die Plaque völlig verhärtet, spricht man von Zahnstein, den nur noch der Zahnarzt beseitigen kann. Unter der Plaque greift Säure den Zahnschmelz an. Das geht nicht von heute auf morgen, aber über einen längeren Zeitraum hindurch können so Zähne und Zahnfleisch dermaßen geschädigt werden, dass sogar Zahnverlust die Folge sein kann. Zuerst wird nur der Zahnschmelz angegriffen, aber in der Folge auch die Zahnhälse, die sehr anfällig gegenüber Karies sind. Plaque kann auch der Grund für Parodontitis, also Zahnfleischschwund sein. Entzündet sich das Zahnfleisch und geht es zurück, können die Zähne ihren Halt verlieren. Natürlich können Karies und Parodontitis auch noch andere Ursachen haben. So kann auch ein Nährstoffmangel, die Einnahme bestimmter Medikamente, oder auch eine Erkrankung der Grund dafür sein, dass Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch entstehen. Aber Plaque ist in den meisten Fällen der Hauptgrund. Deshalb sollte man alles tun, um die Zähne regelmäßig zu reinigen und so möglichst lange gesund zu erhalten. Eine einfache Zahnbürste und Zahncreme reichen meistens nicht aus, um die Plaque vollständig von den Zähnen zu entfernen. Gerade dann, wenn die Zähne krumm gewachsen sind, und man mit der Zahnbürste nicht alle Stellen erreichen kann, sollte man zusätzlich Zahnseide verwenden, mit deren Hilfe man auch Speisereste entfernen kann, die sich zwischen den Zähnen festgesetzt haben. Bewährt hat sich auf antibakterielles Mundwasser, mit dem man regelmäßig den Mund ausspülen sollte. Eine Neubildung von Plaque auf den glatten und gründlich gereinigten Zähnen wird damit erschwert. Zusätzlich zur täglichen Hygiene empfehlen die Zahnärzte ihren Patienten eine professionelle Zahnreinigung mindestens alle 6 Monate.

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